Future Skills: Deine Top-5-Bücher für 2024

Schloss

Erinnerst du dich? Marty McFly und Doc Brown reisten im zweiten Teil von „Zurück in die Zukunft“ ins Jahr 2015. Und was gab es da nicht alles zu entdecken: Hoverboards, fliegende Autos und selbsttrocknende Jacken. Ich habe den Film zwischen den Jahren wieder einmal gesehen und dachte mir: Zum Glück ist die Zukunft so nicht eingetreten! Im Jahr 2023 hatten wir überall auf der Welt so viele Baustellen, dass ich mich bitte nicht auch noch mit Autobahnen im Himmel und Haustüren ohne Klinke beschäftigen möchte.

Eine interessante Entdeckung: Während sich die Macher des Films viel Gedanken um die Erfindungen machten, mit denen wir 2015 gesegnet sein sollten, fand praktisch keine Persönlichkeitsentwicklung statt. Alles wie immer. Und genau das können wir im Jahr 2024 – jetzt und heute und hier – besser machen: Uns darin üben, besser mit den Herausforderungen unserer Zeit klarzukommen und unsere Gesellschaft weiterzuentwickeln. Dafür benötigen wir andere Kompetenzen als unsere Eltern in 1985 und unsere Großeltern in 1955. Hier stelle ich dir fünf Bücher vor, die uns neue Perspektiven auf uns selbst, unsere Umwelt und unseren Platz in der Gesellschaft geben. Enjoy and learn!

1. Future Skills Navigator

Das Arbeitsbuch „Future Skills Navigator“ ist ein guter Einstieg in das komplexe Thema der Zukunftskompetenzen. Entwickelt wurde der Navigator von den beiden Transformationsbegleitern Arndt Pechstein und Martin Schwemmle. Sie stellen uns insgesamt 64 Future Skills in 16 Skills-Klassen vor, die sich in die vier Bereiche rational, emotional, spirituell und transformational aufteilen. Dabei bewegt sich jeder der Future Skills auf einer der vier Ebenen des Ich, Wir, Du oder Alle: Während ich Future Skills im Bereich „Selbstmanagement“ vor allem für mich allein einübe und verinnerliche, liegen die Future Skills im Bereich „Team- und Communitykompetenzen“ eher auf der Wir-Ebene. 

Mit Future Skills kann jede:r bei sich selbst und im eigenen Umfeld starten und Veränderungen bewirken und spüren – im Kleinen, bei sich selbst, und im Großen, durch das Wirken auf andere.

Arndt Pechstein + Martin Schwemmle

Zu jeder Skills-Klasse liefert der Future Skills Navigator das „Why?“ Warum sind Beziehungskompetenzen, warum ist ein Verantwortungsbewusstsein zukünftig so wichtig? Dazu gibt es zu jedem Skills-Bereich Übungen, Reflexionen und Aufgaben. Außerdem bekommen wir einen Eindruck, wo wir diese Skills zukünftig einsetzen können. Ein perfekter Starter, um sich mit Future Skills auseinanderzusetzen.

2. Mehr sein, weniger brauchen

Vielleicht überlegst du am Veganuary teilzunehmen und für ein paar Wochen auf tierische Lebensmittel zu verzichten. Oder du drängelst dich jeden morgen in die volle Bahn, anstatt das Auto zu nehmen. Aber ganz oft überlegst du: Warum das alles? Warum sollte mein Verhalten einen Unterschied machen? Und wenn wir schauen, was für ein Ablasshandel auf politischer und wirtschaftlicher Ebene betrieben wird, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit und Klimawandel geht, kann man tatsächlich ins Zweifeln kommen.

Mit jeder Veränderung der eigenen Beziehungswelt verändern Sie die Bedingungen für die Menschen und Dinge um sich herum und damit auch das energetische Optimum für das gesamte System, von dem Sie Teil sind.

Thomas Bruhn + Jessica Böhme

Aber es gibt Hoffnung. In ihrem Buch „Mehr sein, weniger brauchen“ zeigen Thomas Bruhn und Jessica Böhme, wie wir alle einen unmittelbaren Zugang zum Thema Nachhaltigkeit finden: Wir müssen unser systemisches Bewusstsein schärfen. Denn so unwichtig wir unser Handeln finden, so klein wir uns fühlen, so sind wir doch alle Teil dieser Welt und stehen zueinander in Beziehung. Wir sind Teil eines Systems und ja: Schon der Flügelschlag eines Schmetterlings auf dieser Seite des Kontinents kann große Auswirkungen auf der anderen Seite des Globus haben. Und deshalb ist auch dein Handeln wirksam.

Tagtäglich influencen wir Menschen in unserer Umgebung, die sehen, wie wir mit dem Fahrrad statt mit dem Auto fahren. Wir geben Impulse, wenn wir unsere Freunde den veganen Hackbraten servieren. Und so habe ich mich auch schon in meinem Vorgarten wiedergefunden, um meinem Postzusteller die Vorteile von Miscanthus-Hack vorzustellen. Und dabei hatte ich das gute Gefühl: Ich mache einen Unterschied. Wer dieses Gefühl der Selbstwirksamkeit stärken möchte, sollte dieses Buch lesen.

3. FREI DAY – Die Welt verändern lernen!

Die PISA-Studie war mal wieder desaströs, immer mehr Schüler:innen benötigen psychologische Hilfe und Expert:innen warnen vor einem abnehmenden Demokratieverständnis – denn Demokratie bekommt weder im Schulalltag noch im Rahmenlehrplan ausreichend Raum. Bildung, und damit auch Schule, muss anders. Das scheint klar, aber auf die große Bildungstransformation werden wir in einem föderalistischen Bildungssystem noch warten müssen. Aber, so sagt es Bildungsinnovatorin Margret Rasfeld, es ist bereits alles da, um innerhalb des Systems Schule zu verändern und Future Skills zu stärken. 

Verantwortung lernt man nicht durch das Ausfüllen von Blättern. Wir müssen von der Sitz- und Schreibschule zu Werk- und Wirkstätten werden. Das hört sich so groß an, aber wir müssen JETZT anfangen!

Margret Rasfeld

Für den machbaren Kickstart hat sie das Lernformat FREI DAY initiert. Die Idee: An einem Tag in der Woche haben Schüler:innen regelmäßig vier Stunden Zeit und Raum, um Projekte zu entwickeln, die sich an den Themen der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals  – SDGs) orientieren. So lernen die Kinder nahezu nebenbei Future Skills  wie Selbstverantwortung, Demokratie und auch Selbstwirksamkeit, denn die Projekte wirken sich auf das Zusammenleben in der Schule, in der Nachbarschaft oder auch der ganzen Gemeinde aus. Wer als Elternteil, Bildungsenthusiast:in oder lehrende Person Lust hat, Bildung neu zu denken, der kann das Buch „FREI DAY“ als Einladung verstehen.

Margret Rasfeld: FREI DAY. Die Welt verändern lernen! Für eine Schule im Aufbruch
oekom Verlag, 2021
192 Seiten, 20 Euro
ISBN: 978-3-96238-294-0

4. Unlearn Patriarchy

Längst kein Geheimtipp mehr, aber doch seit mehr als einem Jahr ein unverzichtbares Buch, um zu verstehen, warum die Welt (noch) so ist, wie sie ist. In der Anthologie „Unlearn Patriarchy“ sprechen feministische Autor:innen in 15 Essays über Themen wie Familie, Arbeit, Geld, Gender, Rassismus, Bildung oder Liebe und Sex.

Das Opium des Patriarchats zeigt sich im tiefen Glauben, dass heterosexuelle Liebe zu einem guten Leben führt, auch wenn die heterosexuelle Beziehung in vielen Fällen als isolierend und deprimierend erlebt wird.

Emilia Roig

Warum heißt es heute immer noch „Vater, Mutter, Kind“, wenn wir an Familie denken? Wie sorgen patriarchale Strukturen dafür, dass Frauen mit Kind(ern) noch immer das Nachsehen haben und strukturell weniger verdienen als Männer? Warum entwickeln Frauen noch immer ein Selbstbild, das vor allem der gesellschaftlichen Idee einer Frau entspricht?

Über solche und mehr Fragen denken Autor:innen wie Kenza Ait Si Abbou, Madeleine Alizadeh, Teresa Bücker, Kübra Gümüsay, Linus Giese oder Tebogo Nimindé-Dundadengar laut nach. Und indem wir uns der Strukturen bewusst werden, können wir auch Stück für Stück daran mitwirken, sie umzubauen. 

Lisa Jaspers (Hrsg.), Naomi Ryland (Hrsg.), Silvie Horch (Hrsg.)
Unlearn Patriarchy

Ullstein Hardcover, 2022
320 Seiten, 14 Euro
ISBN 9783550202193

5. Das große Buch der Zukunftskids

Werden wir mit einer Gedichtanalyse die Welt retten? Sind binomische Formeln per se der Schlüssel zum Glück? Sicher nicht. Längst ist die VUCA-Welt zur Normalität geworden, alles ist in ständiger Bewegung und unsere Kinder bewegen sich in einer Umgebung, die von ihnen Future Skills wie schnelle Anpassung, Kreativität und Mut zum Andersdenken fordert. Und die gute Nachricht ist: Kinder schaffen es. Sie alle, jedes einzelne Kind hat die Fähigkeit, die Welt zu retten. Wenn wir sie nur dabei unterstützen, diese Fähigkeiten auszubilden. Aber wie können wir das als Eltern, Lehrende, Großeltern und alle, die mit Kindern leben und arbeiten, leisten?  

In einer Zeit, die von Komplexität geprägt ist, beschreibt Zukunft also nicht mehr nur das, was morgen kommt, sondern vielmehr steht Zukunft für eine besondere Sicht auf die Welt und meint ein Bewusstsein, das ganz neue Denk – und Handlungsräume eröffnet, die Grundlage für Transformation und Kulturwandel.

Aileen Moeck

Aileen Moeck, Marie Czilwik und Paola Halecker schenken uns dafür ein wunderbares Arbeitsbuch. In „Das große Buch für Zukunftskids“ stellen sie 16 Future Skills vor, mit denen Kinder und Jugendliche Wege finden, um unsere Welt nachhaltig zu gestalten.

Zu jedem Future Skill gibt es tolle Spielanleitungen: Für mehr Selbstwirksamkeit machen wir aus To-Dos feierwürdige Ta-Das, das fliegende Toastbrot vermittelt Problemösungskompetenz und als Haushaltsheld:innen übernehmen schon die Jüngsten Verantwortung. Dazu gibt es viele wertvolle Informationen zu den SDGs und Antworten auf Fragen wie diese: Wie begegnen wir der Zukunft? Wie stärken wir Kids für diese Zukunft? Und welche Werkzeuge gibt es bereits?

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