Straßenhelden für Studenten

Weil es ihnen nicht einleuchtete, dass Autos die meiste Zeit ungenutzt herumstehen und ihren Besitzern nur Geld kosten, kamen vier Aachener Studenten auf tamyca. Übersetzt heißt das: Take my car! Und bedeutet, dass Autobesitzer ihr Auto – vollkasko versichert – an andere gegen eine Gebühr verleihen. Im Interview berichten die vier Gründer über ihre Idee, ihren Weg und was sie sich für die Zukunft noch vorgenommen haben.

Die tamyca-Gründer
Die tamyca-Gründer

Wenn ich morgen mit einem Porsche fahren möchte, kann ich den auch bei tamyca finden? Klar – bei tamyca findet man Autos für jeden Wunsch und jedes Bedürfnis! So haben wir unsere Autos in verschiedene Kategorien eingeordnet, z.B. Straßenhelden für die sportlichen Straßenflitzer, Oben ohne für Cabrios und Große Klappe für Transporter und Umzugswagen. Über diese Kategorien findet man Autos für jeden Geschmack – wenn man dann z.B. einmal Porsche fahren möchte, findet man diesen auch bei uns in der Kategorie Straßenhelden.

Warum sollte ich mein Auto jemand Wildfremden leihen? Die Idee, sein Auto zu teilen und anderen Menschen zur Verfügung zu stellen, anstatt es alleine zu besitzen, ist Teil des neuen Collaborative Consumption-Trends. Immer mehr Menschen teilen Dinge, das sind nicht nur Autos, sondern auch Wohnungen, Klamotten usw. Trotzdem kämpfen wir oft gegen ein verkrustetes Statusbewusstsein und eingeschliffene Muster. Viele denken, das Auto sei immer noch ein Statussymbol und dürfe nicht geteilt werden. Wir arbeiten daran, den Menschen vor Augen zu führen, welche finanzielle Belastung der Besitz eines Autos bedeutet und wie tamyca helfen kann, diese Belastung zu verringern.

Viele Menschen sind aber jetzt schon davon überzeugt, dass es wichtiger ist, einen Zugang zu etwas zu haben, anstatt es zu besitzen. Neben der Tatsache, dass man damit Geld verdienen kann und anderen Menschen Mobilität ermöglicht, lernt man auch noch andere „teilfreudige“ Menschen kennen und schließt nette Bekanntschaften. Auf unserer Website sieht man anhand der Bewertungen auch immer, wer das eigene Auto mieten möchte, zusätzlich kann man sich bei der persönlichen Schlüsselübergabe direkt einen Eindruck verschaffen, wer das eigene Auto mietet.

Wie kamen Sie auf die Idee mit tamyca?  Die Idee zu tamyca wurde im Sommer 2010 geboren, als wir im Rahmen der Veranstaltung 3 Day Start-Up an der RWTH Aachen aufeinander trafen. Wir fragten uns: Wieso stehen eigentlich so viele Autos nutzlos herum? Firmenparkplätze, Parkhäuser und Parkstreifen sind völlig überfüllt. Immer, wenn wir ein Auto brauchten, hätten wir gerne auf diese Autos zugegriffen, waren aber auf professionelle Autovermieter angewiesen. Das wollten wir ändern. Es sollen alle sinnlos herumstehenden Autos für Fahrer aus der Nachbarschaft verfügbar sein. Daraus entstand Deutschlands erstes Carsharing von privat für privat. tamyca koordiniert Angebot und Nachfrage intelligenter und macht Individualmobilität nachhaltiger und effizienter.

Wollten Sie schon immer ein Unternehmen gründen? Nicht alle von uns wussten, dass sie das Gründergen in sich tragen. Nachdem wir uns kennengelernt und die Idee weiterentwickelt haben, wurde uns allen aber klar, dass wir diese Idee in einem eigenen Unternehmen umsetzen möchten.

Ist Ihnen das Thema Umweltschutz wichtig? Natürlich! Im Gegensatz zu herkömmlichen Autovermietungen oder kommerziellen Carsharing-Diensten, die auf einen Fuhrpark zurückgreifen, helfen wir mit tamyca ungenutzte Ressourcen besser zu nutzen und machen das Autofahren damit besonders in Ballungszentren nachhaltiger. Darüber hinaus können interessierte Nutzer am „Plant-a-Tree“-Programm teilnehmen, wobei in Kooperation mit dem PrimaKlima e.V. mit 0,3 Cent pro gefahrenem Kilometer die Renaturierung der afrikanischen Buschvegetation unterstützt wird.

Kann die Uni auf eine Unternehmensgründung vorbereiten?  Inzwischen gibt es an vielen Universitäten Kurse oder gar Gründerzentren, die Gründungsinteressierten bei fast allen Fragen weiterhelfen. In unserem Fall war es eine studentische Initiative (Aachener Entrepreneurship Team), die uns auf der Veranstaltung 3 Day Start-up zusammengebracht hat. Bei Fragen empfiehlt es sich einfach offen auf die Menschen an der Universität, Professoren und studentische Initiativen, zuzugehen. Man stößt eigentlich immer auf offene Türen und Ohren.

Wer arbeitet heute bei tamyca und suchen Sie noch Leute? Neben uns vier Gründern (Michael Minis, Andreas Krüger, Justus Lauten, Markus Harmsen) verstärken seit einigen Monaten sechs neue Teammitglieder das tamyca-Team in den Bereichen Marketing, Kundensupport und Software-Entwicklung. Davon sind 3 Vollzeit im Team, drei Teilzeit bzw. als Praktikant.
Als junges Startup sind wir immer wieder auf der Suche nach motivierten Menschen mit viel Lust auf das Arbeiten in einem jungen und dynamischen Startup. Vor allem im Online Marketing und Business Development sind wir noch auf der Suche und möchten unser Team vergrößern.

Gründungsstory
Die tamyca GmbH wurde 2010 durch die Aachener Studenten Michael Minis, Andreas Krüger, Justus Lauten und Markus Harmsen gegründet.
Während der Gründungsphase waren wir alle Studenten, schnell wurde allerdings das Studium zur Nebensache und die Entwicklung eines Versicherungsschutzes, der Plattform und der Abläufe, unsere Hauptbeschäftigung. Wir haben uns dazu in unzähligen Skype-Meetings oder in einer der Wohnungen der Mitgründer getroffen und das Projekt vorangebracht. Knapp ein Jahr lang haben wir unentgeltlich an dem Projekt „tamyca“ gearbeitet. Nach und nach haben wir jeweils unser Studium abgeschlossen und können seitdem Vollzeit an tamyca arbeiten und unser Ziel, tamyca zu größten privaten Carsharing Plattform in Europa zu machen, weiter verfolgen.

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