Rosa Kühe in blauen Cowboystiefeln. Oder: Wie Sie auf Jobmessen Zuhörer gewinnen

Immer mal wieder und sehr gern beschäftige ich mich mit Präsentationstechniken und innovativen Ideen für unterhaltsame Vorträge. Ich selbst habe ja damit zwangsläufig zu tun, da ich selbst viel präsentiere.  Allerdings muss ich zugeben, dass ich gerade sehr viel aus den Büchern „So würde Hitchcock präsentieren: Überzeugen Sie mit dem Meister der Spannung""“ target=“_blank“ rel=“noopener“>So würde Hitchcock präsentieren“ von Michael Moesslang lerne.

Katja Kerschgens´ Buch ist selbst wie eine straffe Rede geschrieben, daher also leichtfüßig und immer wieder auf den Punkt. Ihre Kapitel fasst sie zwischendrin immer wieder zusammen und am Ende gibt sie einem noch einmal alle Tipps mit auf den Weg. Dazu die übersichtliche Darstellung mit roten Auszeichnungen und den witzigen Illustrationen der Zwille von Timo Wuerz – wer endlich straffere Reden halten möchte, findet hier auf jeden Fall gute Anregungen.

Als alter Hitchcock-Fan bin ich natürlich per se vom Ansatz Michael Moesslangs begeistert. Er beruft sich auf den Meister der Suspense und zeigt auf, was wir von ihm alles lernen können. Hitchcock hasste es nämlich, sein Publikum zu langweilen – und diese Einstellung sollten sich alle, die Präsentationen halten (müssen) zu eigen machen. Die Methoden, die Moesslang dafür aufzeigt, sind an sich nicht unbedingt neu, er bringt es aber sehr klar an seine Leser: Mehr Bilder, weniger Text, Spannung erzeugen durch Pausen, Andeutungen, Sprache, intensive Vorbereitung und Übung. Ganz wie der Meister eben.

Rosa Kühe in blauen Cowboystiefeln

Tja, und jetzt fragen Sie sich vielleicht, was rosa Kühe in blauen Cowboystiefeln (übrigens ein Bild aus Moesslangs Buch) mit Hochschulmarketing zu tun haben?

Nun, im Hochschulmarketing bekommen Sie als Unternehmensvertreter immer wieder die Möglichkeit, Ihr Unternehmen zu präsentieren, zB auf Hochschulmessen oder bei Vorträgen an Unis. Wie laufen diese bei Ihnen normalerweise ab? Wie lauten die Titel?

Darf ich raten? Beliebte Titel sind immer wieder „Einstieg bei Unternehmen AG – Arbeiten bei einem Weltmarktführer“, „Die Unternehmens-GmbH, Ihre Chance in der X-Branche“ usw. Wenn Ihr Unternehmen dann nicht Audi, BMW oder Siemens heißt, werden Sie in der Regel wenig Begeisterung erzeugen. Die Vorträge selbst laufen dann auch eher nach Schema F ab: Folie nach Folie wird an die Wand geworfen und vorgelesen. Das hat leider zur Folge, dass die meisten dieser Vorträge schlecht besucht sind (3 bis 5 Zuhörer sind keine Seltenheit). Viele Unternehmen lassen diese dann weg oder halten Ihre Präsentation eher lustlos, „weil ja eh so wenig Interesse gezeigt wird.“

Der Köder muss dem Fisch schmecken

Mein Mitgefühl hält sich in Grenzen, denn in diesem Fall geht es darum, dass Sie potenzielle Zuhörer mit guten Titeln zu einem spannenden Thema anlocken können. Hier gilt: der Köder muss dem Fisch schmecken. Und da hilft es eben nicht, über uninteressierte Studenten zu meckern, sondern am eigenen Angebot zu arbeiten.

Warum überlegen Sie nicht einmal, welche Möglichkeiten Sie ansonsten haben, auf Ihr Unternehmen aufmerksam zu machen? Hier ein paar Ideen:

  • Lassen Sie Einsteiger zu Wort kommen und geben Sie diesen große Freiheiten! Das heißt, es darf auch etwas kritisches zum Unternehmen beziehungsweise zum Job dabei sein.
  • Überlegen Sie sich ein Thema, das potenzielle Interessenten interessieren könnte. Auf Hochschulmessen gehören Bewerbungsthemen immer zu den Rennern. Aber auch Titel wie „Schlaflos im Flieger – Die Wahrheit über Unternehmensberatungen“, „Fallstricke im Vorstellungsgespräch“ oder „Der Chef ist auch Papa – Warum unser Familienunternehmen YX ein guter Arbeitgeber ist“. Oder Sie berichten von einem außergewöhnlichen Projekt und nutzen dazu viele Bilder, Videos und erzeugen durch gutes Erzählen Spannung.
  • Seien Sie außerdem mutig bei neuen Formaten. Auf vielen Messen experimentieren die Veranstalter mit neuen Ansätzen, wie zum Beispiel beim „Slams & Talks“ auf der WoMenPower im Rahmen der HannoverMesse im April 2015.

Außerdem sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Wählen Sie eine Person aus Ihrem Unternehmen aus, die Spaß an Vorträgen hat und schnell einen Kontakt zu den Zuhörern herstellen kann.
  • Wenn es irgendwie geht, lassen Sie mal Ihre PowerPoint-Präsentation weg. Meistens haben Sie zirka eine 30 Minuten Zeit. Füllen Sie 20 Minuten und lassen Sie lieber Raum für Fragen. Benutzen Sie stattdessen ein Flipchart oder ansonsten sehr wenig Folien.
  • Bereiten Sie informative Flyer vor, die die Zuhörer hinterher mitnehmen können.
  • Informieren Sie vorab am Messestand über den Vortrag, laden Sie aktiv dazu ein.
    Geben Sie Zuhörern die Möglichkeit, auch später noch Kontakt mit Ihnen aufzunehmen.
  • Erzählen Sie nicht nur positives, das zeigt Charakter. Wenn Ihr Unternehmen in der Provinz liegt, dann ist das wichtig. Sie können aber aufzeigen, wie gut dadurch die Kontakte unter den Kollegen sind.

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