Ein Unternehmen gründen – warum nicht?

Viele Angestellte träumen davon, irgendwann ein eigenes Unternehmen zu gründen. Doch wer den Schritt in die Selbständigkeit wirklich gehen möchte, muss zahlreiche rechtliche Aspekte beachten. Die richtige Unternehmensform zu finden, stellt eine große Herausforderung dar, so zum Beispiel, ob eine GmbH die richtige Wahl ist.

Viele Menschen träumen davon, ihr eigener Chef zu sein. Sie möchten nicht länger als Angestellte arbeiten, sondern ein eigenes Geschäft aufbauen und eigene Ideen umsetzen. Für sie gibt es die Möglichkeit, zum Gründer zu werden und ein Start-up zu starten. Doch dafür müssen zahlreiche Aspekte beachtet werden. Zu diesen zählen rechtliche Gesichtspunkte, wirtschaftlich-finanzielle und schließlich auch praktische.

Rechtliche Aspekte einer Gründung

Am Anfang jedes Unternehmens steht die Idee: Was möchte ich machen? Wie soll das Start-up aufgebaut sein? Und wie soll es schließlich an das nötige Geld kommen? Rechtliche Überlegungen kommen dabei häufig zu kurz. Denn die entscheidende Frage wird ausgeblendet: Darf ich meine Idee überhaupt verfolgen oder könnte ich Markenrechte verletzen? So darf ich als Getränkelieferant im Internet zwar Markennamen von Getränken frei verwenden, bei den Markenzeichen gibt es jedoch Einschränkungen.

Ist eine Idee gefunden, muss ich mir überlegen, in welcher Unternehmensform ich diese umsetzen möchte. Liebe eine GmbH oder bevorzuge ich eine GbR? Auch hier zählen rechtliche Fragen. Entsprechende  Hinweise zum Thema GmbH Gründung  sind genauso unverzichtbar wie eine Antwort auf die Frage, ob man eigentlich rechtlich dazu verpflichtet ist, sofort ein Gewerbe anzumelden, wenn man selbstständig arbeitet. Wer Gründer werden möchte, muss vom ersten Tag an rechtliche Fragen im Auge behalten. Und darf auch später das Thema nie aus den Augen verlieren.

Finanzielle Aspekte einer Gründung

Im Internet und der Fachliteratur gibt es viele Aufsätze, die sich mit dem Thema beschäftigen. Prinzipiell sei eine Gründung auch ohne Startkapital möglich.  Jakob von Uexkuell, der den alternativen Nobelpreis begründet hat, bemerkte beispielsweise einmal, eigentlich brauche man nicht mehr als einen Schreibtisch, ein Telefon und eine Schreibmaschine. So charmant solche Aussagen sein mögen, so gehen sie oftmals an der Wirklichkeit vorbei. Es kann durchaus mehrere Monate bis zu einem halben Jahr dauern, bevor das neugegründete Unternehmen überhaupt anfängt, Gewinne zu machen. Ohne Kredit können die meisten Start-ups daher nicht gegründet werden. Im Idealfall sollte man ein Jahr durchhalten können, ohne Geld verdienen zu müssen. Viele Banken verlangen deshalb, dass man Partner mit ins Boot holt, damit mehrere Personen für das Darlehen haften. Einzelgründungen haben nur überaus selten Erfolg, wenn die neue Firma von mehr als einem Selbständigen betrieben wird.

Die praktischen Aspekte einer Gründung

Wer die rechtlichen und finanziellen Fragen rund um die Gründung seines Start-ups geklärt hat, hat meistens noch weitere wichtige Fragen zu klären, zu denen folgende gehören: Wie finde ich geeignete Lieferanten? Wie führt man die Anmeldung bei der Sozialversicherung durch? Wie baut man eine effektive Buchführung auf? Wie macht man bekannt, dass man ein Unternehmen gegründet hat und wie lockt man Kunden an?

Auch die persönliche Situation sollte bei diesen praktischen Überlegungen nicht zu kurz kommen: Es ist sehr viel einfacher, Familie mit Kindern und Arbeitsleben zu kombinieren, wenn man angestellt ist, als als Unternehmer. Während der ersten zwei Jahre nach Gründung einer neuen Firma sind 16 Stunden Arbeitstage keine Seltenheit. Kleine Kinder und eine Gründung lassen sich deshalb beispielsweise schwer kombinieren. Wer mit Erfolg gründen möchte, sollte vor allem eins sein: Ehrlich zu sich selbst und zwar in jeder Hinsicht.

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