Die Online-Bewerbung

Zahlreiche Unternehmen bevorzugen inzwischen statt einer klassischen Bewerbungsmappe eine Online-Bewerbung. Für Bewerber wird es so preiswerter, einfacher nicht unbedingt: Schließlich sollten auf die virtuelle Mappe ebenso viel Mühe verwandt werden wie bei den klassischen Unterlagen.

Grundsätzlich lassen sich bei einer Online-Bewerbung zwei Varianten unterscheiden:

  1. Sie schicken eine E-Mail an die entsprechende E-Mail-Adresse in der Personalabteilung, idealerweise direkt an Ihren Ansprechpartner.
  2. Sie bewerben sich über die Homepage des Unternehmens über die entsprechenden Bewerbungsformulare. Diesen Formularen hinterlegt ist ein so genanntes Bewerber-Management-System. Mit diesem System lassen sich die Daten aus den Unterlagen schneller verwalten – und vergleichen.

Unabhängig davon, welche Variante einer Online-Bewerbung Sie gerade bearbeiten müssen, bleiben einige Eckpunkte bestehen. Nur weil die „virtuelle Mappe“ schneller zu erstellen und wesentlich günstiger ist, bedeutet das nicht, dass Sie wahllos Bewerbungen verschicken sollten. Auch hier müssen Sie sich im Vorhinein damit auseinandersetzen, was Sie wollen und welche Unternehmen bzw. Stellen für Sie infrage kommen.

Auch online muss sich dem Leser, also in der Regel dem Personalmitarbeiter, schnell erschließen, warum Sie sich gerade bei diesem Unternehmen bewerben. Daher gilt es ein paar wichtige Punkte zu beachten:

Lebenslauf und Anschreiben

Erstellen Sie Ihren Lebenslauf und das Anschreiben ebenso sorgfältig und übersichtlich wie bei der klassischen Variante. Überprüfen Sie, wie Ihre Unterlagen wirken, wenn man sich diese auf einem Bildschirm anschaut, vielleicht sogar auf einem Smartphone oder Tablet. Und, ganz wichtig: Wie sie aussehen, wenn sie in Schwarz-weiß ausgedruckt werden!

Hier einmal die Tipps kurz zusammen gefasst:

  • Verwenden Sie eine Schriftgröße, die sich gut am Bildschirm lesen lest. Meistens bietet sich eine Schrift mit Serifen eher an (z.B. Times New Roman) als eine serifenlose wie Arial.
  • Wählen Sie eine Schriftgröße zwischen 11 und 12.
  • Arbeiten Sie mit Auszeichnungen wie fett und Unterstreichungen.
  • Überlegen Sie, ob Sie auch auf ein Deckblatt verzichten können. Der Leser kann es sowieso nicht beachten, dafür sind zu wenig Informationen vorhanden und wird gleich zur ersten Seite des Lebenslaufs gehen. Daher sollte dieser das Foto und die wichtigsten Informationen auf einen Blick zeigen.
  • Das Anschreiben können Sie noch einmal  (vielleicht in einer Kurzversion) in den E-Mail-Text einfügen.
  • Halten Sie sich hierbei kurz, sechs bis acht Zeilen reichen. Bitte fügen Sie eine Signatur an.
  • Dazu sollte das komplette Anschreiben als PDF in formatierter Version hinterlegt werden.

Wenn Sie sich über das Bewerber-Management-System eines Unternehmens bewerben, ist es wichtig, dass Sie vorher alle Unterlagen zur Hand haben. Probieren Sie aus, ob es Probleme mit Ihrem Browser gibt. Nicht alle Browser können mit den Systemen umgehen. Dann probieren Sie lange herum und letzten Endes lässt sich das Problem oft sehr schnell beheben.

Viele Bewerber haben den Eindruck, dass durch die Online-Formulare wie in einem „schwarzen Loch“ verschwinden. So ganz täuscht der Eindruck leider nicht. Personaler berichten oft, dass sie die Unterlagen gar nicht so schnell bearbeiten können, wie sie eintreffen. Daher fassen Sie sich nach der Eingangsbestätigung in Geduld: zwei bis drei Wochen darf es dauern, ehe Sie dann Feedback auf Ihre Bewerbung erhalten. Wenn Sie bis dahin allerdings nichts gehört haben, würde ich nachfragen – und zwar per Telefon!

Außerdem würde ich dafür sorgen, dass man weiß, wie Sie auf das Unternehmen aufmerksam geworden sind, zum Beispiel bei einem Messebesuch. Wenn Sie einen persönlichen Kontakt haben, schreiben Sie kurz, dass Sie sich jetzt beworben haben und sich Ihre Bewerbung im System befindet. Im schlechtesten Fall ignoriert man diese Mail einfach, im besten schaut man sich diese direkt an.

Meistens bekommen Sie nach dem Hochladen Ihrer Unterlagen die Frage, ob man diese länger im System belassen darf, um später noch einmal auf Sie zurückzukommen. Dem stimmen Sie natürlich zu!

Hier noch ein Tipps für den Umgang mit Online-Formularen:

  • Verwenden Sie Schlüsselwörter, die Ihre Fähigkeiten und Qualifikationen treffend beschreiben. Anhand dieser Keywords kann man Sie später besser im System finden.
  • Umgehen können Sie die Online-Formulare nicht. Sie können aber zusätzlich versuchen, Kontakt zu Mitarbeitern aus einem Unternehmen zu knüpfen, zum Beispiel auf Fach- und Karrieremessen.
  • Das sollten Sie vor allem dann beherzigen, wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihre Qualifikationen sonst eventuell nicht den definierten Anforderungen entsprechen.
Zeugnisse und andere Nachweise

Ihre Zeugnisse scannen Sie ein bzw. lassen Sie einscannen. Fragen Sie vorher nach dem Preis pro Seite, die Angebote variieren zwischen 1 Euro bis zu 6 Euro pro Seite. Vielleicht lassen Sie sich die pdf-Dateien auch noch in einer kleineren Version mit auf die CD brennen.

Alle Unterlagen in einer Datei

Schicken Sie alle Unterlagen in einer pdf-Datei, das kommt den Personalverantwortlichen der Unternehmen entgegen.  Durchaus auch möglich ist es, dass Sie erst einmal die wichtigsten Zeugnisse und Unterlagen schicken und gleich anbieten, bei Interesse, die restlichen Unterlagen folgen zu lassen.

Auch hier gilt: Wenn Ihre Bewerbung interessant für das Unternehmen ist, wird man Ihnen auch kleinere Fehler gern verzeihen – wahl- und ziellos versandte E-Mails helfen Ihnen dagegen nicht.

Seriöses Auftreten – auch in der Online-Bewerbung

Ein genereller Tipp: arbeiten Sie mit einer seriösen E-Mail-Adresse! Was für Ihre Freunde witzig ist, ist es nicht unbedingt für Ihren künftigen Chef…

Speichern Sie Ihre ausgehenden Nachrichten oder schicken Sie sich Ihre Bewerbung im Bcc: noch einmal zu. Dann behalten Sie den Überblick, wann Sie Ihre Bewerbungen versandt haben. Wenn Sie so gar nichts vom Unternehmen hören, also keine noch so kurze Bestätigung, dann fragen Sie ruhig nach einer Woche nach, ob alles gut angekommen ist. Manche Unternehmen haben famose Firewalls, die keine GMX, Hotmail oder andere webbasierte E-Mail-Adresse durchlassen.

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