„Aufs Meer schauen hilft ungemein.“

Cathrin Heinrich ist gerade etwas im Stress, denn in der kommenden Woche findet in Berlin der Digital Social Summit 2024 statt. Der Summit ist das jährliche Gipfeltreffen der Zivilgesellschaft und wird unter anderem von der Stiftung Bürgermut veranstaltet, deren Co-Geschäftsführerin Cathrin ist. Aber nachdem sie die Stiftung mit Co-Geschäftsführer Sebastian Gillwald durch die Corona-Pandemie manövriert hat, wird sie auch das schaffen. Bevor es losgeht, ging sie mit uns in die Mittagspause am Mittwoch.

→ STARTER

Hi Cathrin, was isst du heute zu Mittag?

Kumpir aus einem bekannten Laden, der in der Regel in Berliner S-Bahn Bögen zu finden ist.

Vegetarisch oder Fleisch?

Vegetarisch, aber auch mal mit Fleisch.

Latte oder Grüner Tee?

Lieber schwarzer Kaffee.

Cocktail oder Bier?

Wenn es geht, dann gut gekühlter Weißwein aus der Pfalz.

Ausgehen oder Kochen?

Ausgehen

→ HAUPTGANG

Erzähl uns doch ein wenig von dir, was machst du so?

Ich bin Geschäftsführerin der Stiftung Bürgermut, zusammen mit meinem Co-Geschäftsführer Sebastian. In meiner „Nebentätigkeit“ bin ich Projektleiterin des Digital Social Summit. Dieses jährliche Event beschäftigt mich aktuell hauptsächlich, da der Digital Social Summit am 30. Januar in Berlin erstmals seit 2019 wieder analog live und in Farbe stattfinden wird.

Und wie bist du zu deinem Job gekommen?

Als ich im Herbst 2019 bei der Stiftung Bürgermut angefangen habe, war nicht abzusehen, dass im Juli 2020 die Geschäftsführung der Stiftung vakant würde. Diese dann mitten in der Anfangsphase der Pandemie zu übernehmen, war sicherlich ein Sprung ins sehr kalte Wasser. Ich habe viel gelernt in den letzten 3,5 Jahren.

Für Inspiration gehe ich gerne in Ausstellungen. „In der Kunst herumstehen“ ist doch ein herrliches Gefühl.

Cathrin Heinrich

Nimm uns doch einmal mit: Wie sieht ein normaler Arbeitstag für dich aus?

Wir starten an 3 von 5 Arbeitstagen mit einem Check-in, gefolgt von kurzen Dailys in den einzelnen Projektteams. Momentan geht es danach mit einer ordentlichen Menge an E-Mails und Slack Nachrichten weiter, für den Digital Social Summit haben wir neben der Veranstaltungsorganisation von allem die Programmgestaltung mit über 80 Speaker:innen zu koordinieren.

Dort, wo du jetzt bist: Wie wichtig ist dir deine Karriere?

Ich hatte vor vier bis fünf Jahren mal als mittelfristiges Ziel „Geschäftsführung einer kleinen Stiftung“ aufgeschrieben. Das kam dann auch so.

Was hättest du aus heutiger Sicht gern früher über dein Business gewusst?

Dass man im gemeinnützigen Sektor permanent auf der Suche nach Fördergeldern sein muss, um gute Dinge zu tun.

Was machst du als Ausgleich zum Führungsjob?

Ich verbringe Zeit mit meinen Kindern.

Welchen Job würdest du gern einmal für einen Tag testen?

Ich würde gern einmal Bestatterin sein.

→ DESSERT

Verrätst du uns deinen persönlichen Kraftort, an dem du dir Inspiration holst?

Aufs Meer schauen hilft ungemein. Für Inspiration gehe ich gern in Ausstellungen. „In der Kunst herumstehen“ ist doch ein herrliches Gefühl. Und Menschen wirklich begegnen, zu sehen, was sie bewegt und warum sie sind, wie sie sind, ist für mich eine Kraftquelle.

Kannst du unseren Leser:innen einen Life- oder Workhack empfehlen?

Niemals den Humor verlieren. Wenn wir nicht mehr lachen können – über uns selbst oder die Unwägbarkeiten, die das (Arbeits-)leben uns vor die Füße schmeißt, dann sind wir wirklich am Ende.

Wenn du nur ein Gericht für den Rest deines Lebens essen dürftest, welches wäre es?

Keine schöne Vorstellung. Wahrscheinlich Pasta. Darf man die Soße wenigstens variieren? (Anmerkung der Redaktion: Natürlich nicht)

Und jetzt bitte noch ein paar Tipps für unsere Leser:innen:

  • Dein Lieblingspodcast: In Vorbereitung des Digital Social Summits, der dieses Jahr die KI zum Thema hat, habe ich natürlich den Deutschlandfunk-Podcast „KI verstehen“ einmal durchgehört. Für die Jahresende-Reflexion und Zielsetzung fürs neue Jahr höre ich seit ein paar Jahren die entsprechenden Folgen von Rachel Brathen (From the heart), ansonsten kann ich aber auch sehr gut stundenlange „Laber-Podcasts“ wie Hotel Matze hören (sorry, Matze).
  • Ein Buch, das dich in letzter Zeit beeindruckt hat oder das du gern lesen möchtest: Am meisten beeindruckt hat mich zuletzt „A Little life“ von Hanya Yanagihara. Für solche Bücher brauche ich aber Zeit und Urlaub, was ich beides irgendwie länger nicht hatte. Mein „noch zu lesen“ Stapel auf dem Nachttisch ist dementsprechend hoch. „alle_Zeit“ von Teresa Bücker liegt da z. B. bezeichnender Weise ganz oben.

Und zum Schluss: Hast du ein Guilty Pleasure, mit dem du dir den Arbeitstag oder den Feierabend versüßt? (*Guilty Pleasure: Dinge, Gewohnheiten oder Vorlieben, die du lieber geheimhältst.🤫)

Das ist meistens die klassische Schokolade.

Vielen Dank, liebe Cathrin! 🙏🏻

In der Rubrik „Mittagspause am Mittwoch“ stellen wir regelmäßig Frauen – und auch Männer – vor, die uns inspirieren. Anlass für das Gespräch ist die Mittagspause, die Frau ja sowieso nie allein verbringen sollte ;-) Unser Gast leistet uns also (virtuell) Gesellschaft beim #neverlunchalone.

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