
Daniela Hellfritsch leitet das Projekt Climate Innovation.NRW, das für mehr grüne und nachhaltigere Gründungen in NRW sorgen soll. In der »Mittagspause am Mittwoch« erzählt sie, wie sie zu dem Projekt gekommen ist, was die Herausforderungen dabei sind und welches Land sie als nächstes bereist.
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Hallo Dani, was isst du heute zu Mittag?
Müsli mit Früchten … mein Mittagessen ist meistens mein Frühstück
Wo und mit wem isst du meistens zu Mittag?
ganz schlecht eigentlich: im Büro am Schreibtisch, im Homeoffice auf dem Sofa
Vegetarisch, vegan oder Fleisch?
Fleisch
Espresso Martini oder Virgin Sunrise?
Pisco Sour oder Coffee Mezcal
Latte oder Grüner Tee?
Cappuccino & Fencheltee
Ausgehen oder selbst kochen?
ausgehen. Mittagessen und Kochen ist leider so gar nicht meins, aber immer noch besser als Backen.
Mit Climate Innovation.NRW unterstützen wir durch Weiterbildungen und Veranstaltungen Start-ups, grüner zu werden und ihre Potenziale vor allem in Sachen Klimaschutz zu entfalten.
Daniela Hellfritsch
→ HAUPTGANG
Erzähl uns doch ein wenig von dir, was machst du so?
Privat sind meine großen Leidenschaften Sport & Reisen, vorzugsweise nach Süd- und Mittelamerika. Ich habe lange Zeit in Mexiko verbracht, was mich gerade daran erinnert, dass ich da mal wieder hin könnte. Jetzt geht es aber erstmal nach Japan. Beruflich habe ich Anfang des Jahres die Projektleitung von Climate Innovation.NRW übernommen, einem Projekt des Gateway Exzellenz Start-up Centers beziehungsweise der Uni Köln, gefördert durch das MWIKE (Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie). Mit dem Projekt unterstützen wir durch Weiterbildungen und Veranstaltungen Start-ups, grüner zu werden und ihre Potenziale vor allem in Sachen Klimaschutz zu entfalten. Außerdem wollen wir die Sichtbarkeit grüner Start-ups und ihrer Klimainnovationen erhöhen und Start-up-Welt, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik stärker vernetzen.
Und wie bist du dorthin gekommen?
An der Uni Köln bin ich schon seit 2019, erst als Programm-Managerin für den Executive MBA Cologne-Rotterdam an der Business School der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät. 2021 dann der Wechsel zum Gateway Exzellenz Start-up Center. Dort war ich vier Jahre lang zuständig für den Bereich »Qualification Entrepreneurship« und habe geschaut, dass gründungsrelevante Inhalte Einzug in die Lehre und andere Formate & Events an der Uni finden. So hatte ich zum Beispiel eine eigene Ringvorlesung, »Beyond the Lemonade Stand«, die Studierenden Einblicke in die Gründer:innen-Welt gegeben hat. In dem Rahmen konnten sie dann auch ihre eigene Gründungsidee entwickeln. Anfang 2025 kam dann unser Geschäftsführer auf mich zu und fragte, ob ich nicht an einer neuen Ausschreibung des MWIKE zum Thema »Gründungen mit einem Beitrag zur Klimaneutralität von Wirtschaft und Gesellschaft« mitwirken möchte. Das fand ich spannend und herausfordernd zugleich, denn die Themen Klimaneutralität und Nachhaltigkeit waren bisher keine expliziten Schwerpunkte meiner Arbeit. Die Wichtigkeit und Relevanz des Themas und die Tatsache, dass ich mich gerne in neue Themen einarbeite, haben mich aber in meiner Entscheidung bestärkt, mich daran zu beteiligen … und Ende 2025 erhielten wir dann den Zuschlag. Mittlerweile sind wir fast am Ende des ersten Durchlaufs unseres Qualifizierungsprogramms, der »Climate Impact Qualification«, für Gründungsberater:innen und Start-ups und hatten schon viele kleinere und größere Events – zuletzt mit dem Umweltbundesamt zur Dekarbonisierung der Wirtschaft, also der Verringerung von CO₂- und anderen Treibhausgasemissionen.
Nimm uns doch einmal mit: Wie sieht ein normaler Arbeitstag für dich aus?
Im Grunde genommen kann man uns auch als eine Art Start-up betrachten: Wir mussten uns erst einmal als Team aufstellen, Aufgaben und Ziele schärfen, Strukturen schaffen und Formate konzipieren. Unser Förderauftrag ist zwar klar, aber wir haben Spielraum dabei, wie wir ihn umsetzen. Als Projektleiterin führe ich viele Gespräche mit potenziellen Kooperationspartner:innen und Multiplikatoren, und meine tägliche Herausforderung besteht wahrscheinlich gerade darin, alles so gut wie möglich zu überblicken, zu koordinieren und dabei auch das administrative Grundrauschen eines solchen Projekts nicht aus den Augen zu verlieren.
Dort, wo du jetzt bist: Wie wichtig ist dir eine Karriere?
Die klassische Karriere stand für mich nie an erster Stelle. Für mich war immer wichtiger, dass ich glücklich bin und dass ich das, was ich mache, gut mache. Ich denke, das habe ich bisher auch immer hinbekommen. Ich habe dies nie an Positionen oder Titeln festgemacht. Die Möglichkeit, jetzt als Projektleiterin zu arbeiten, habe ich dennoch gerne angenommen, sehe es als Herausforderung und Chance und bin gespannt, was die nächsten Jahre bringen.
Was hättest du aus heutiger Sicht gern früher über dein Business gewusst?
Vielleicht ist es zum jetzigen Zeitpunkt ganz gut, noch nicht alle Einsichten zu haben beziehungsweise hundertprozentig zu wissen, was da noch so auf einen zukommt. Dadurch erhält man sich eine gewisse Offenheit, Neugierde und Elan, Dinge auch einfach mal zu machen und anzugehen.
Die Wichtigkeit und Relevanz des Klima-Themas und die Tatsache, dass ich mich gerne in neue Felder einarbeite, haben meine Entscheidung bestärkt, mich an dem Projekt zu beteiligen.
Daniela Hellfritsch
→ DESSERT
Und was machst du zum Ausgleich?
Reisen, wie schon anfangs erwähnt. Bald geht es nach Japan. Ein Ziel, das schon viel zu lange auf meiner Liste steht.
Welchen Job würdest du gern einmal für einen Tag vertesten?
Uuhh … ich in bin ein großer (True-)Crime-Fan, also wahrscheinlich irgendwas in diese Richtung ;).
Dein Lieblingspodcast?
Momentan Hotel Matze, Plot House und 11 KM.
Ein Buch, das dich in letzter Zeit beeindruckt hat oder das du unbedingt noch lesen möchtest?
Ich lese momentan nicht wirklich viel (außer meinen Japan Reiseführer). Mich zieht es gerade eher zu Dokus und Reportagen hin. Auch so eine Leidenschaft von mir.
Verrätst du uns deinen persönlichen Kraftort, an dem du dir Inspiration holst?
Das ist bei mir kein Ort, sondern ein Mensch, bzw. spezielle Menschen
Wenn du nur ein Gericht für den Rest deines Lebens essen dürftest, welches wäre es?
Ich liebe solche Fragen (im Ernst), könnte ich mich ewig mit beschäftigen. Da ich jetzt aber nicht ewig Zeit habe, sage ich ganz spontan Spaghetti Bolognese.
Kannst du unseren Leser:innen einen Life- oder Workhack empfehlen?
In bin ganz gut in Work-Life-Balance Hacks; Reisen ist dabei nur eine Kategorie.
Hast du ein Guilty Pleasure, mit dem du dir den Arbeitstag oder den Feierabend versüßt?
Ach, aus dem Alter bin ich raus. Da bin ich ganz einfach (und offen)gestrickt.
→ Vielen Dank, liebe Dani!
In der Rubrik »Mittagspause am Mittwoch« stellen wir regelmäßig Frauen – und auch Männer – vor, die uns inspirieren. Anlass für das Gespräch ist die Mittagspause, die Frau ja sowieso nie allein verbringen sollte ;-) Unser Gast leistet uns also (virtuell) Gesellschaft beim #neverlunchalone.











