Vor einigen Jahren mussten sich die Auszubildenden entscheiden, ob sie nach ihrem Abschluss direkt ins Berufsleben einsteigen oder aber noch ein Studium absolvieren wollen. Heute kann man beides tun, indem man ein berufsbegleitendes Fernstudium in Anspruch nimmt.
Die Lebenssituation checken
Die Anzahl der Abiturienten, die nach dem Schulabschluss ein Fernstudium einem Präsenzstudium vorziehen, steigt Jahr für Jahr. Das liegt vor allem daran, dass die moderne Lernform viel flexibler ist als die Standardausbildung.
So kann man neben dem Studium bequem arbeiten gehen oder eine Familie gründen. Jedoch eignet sich diese Option nicht für alle angehenden Studenten. Deswegen muss man alle Faktoren genau prüfen, bevor eine Entscheidung gefällt wird.
So kommen zum Beispiel Frauen, die bereits durch ihren Job komplett ausgelastet sind, mit einem Fernstudium selten zurecht – und dass selbst bei einer reduzierten Arbeitszeit. Auf diese Weise ist die Belastung schlichtweg zu groß, sodass sogar ein Burnout drohen könnte. Ähnlich verhält es sich bei alleinerziehenden Arbeitnehmerinnen mit kleinen Kindern. Diese Situation führt in Verbindung mit einem Fernstudium zum Chaos.
Ganz anders sieht es aus, wenn man neben dem eigentlichen Job auch ehrenamtlich oder in Vereinen tätig ist. Diese Zeit kann man nämlich in ein Studium investieren. Dafür müssen natürlich die bisherigen Freizeitaktivitäten drastisch gekürzt werden.
Im Vorfeld informieren
Wann man ein Fernstudium in Angriff nehmen sollte, hängt immer von den individuellen Zielen ab. Falls man zum Beispiel in einem Unternehmen trotz der Erwartung lange Zeit nicht befördert wird, könnte sich eine Weiterbildung durchaus lohnen.
Auch wenn man in ein anderes Berufsfeld wechseln möchte, ist das eine realistische Option. Doch ein Fernstudium nur aus Frust oder Unzufriedenheit zu beginnen, ist wenig sinnvoll. Stattdessen sollte es einem immer um die persönliche Entwicklung gehen. Nicht zu vergessen ist natürlich, dass es zu jedem Themengebiet auch Kurse und Workshops gibt, an denen man auch ohne Fernstudium teilnehmen kann. Diese bieten jedoch nur einen sehr kleinen Einblick in die Materie.
Das Wichtigste ist also, sich vorher genauestens zu informieren, welche Studiengänge angeboten werden, ob die dafür nötige Zeit überhaupt vorhanden ist und ob man sich das entsprechende Wissen auch auf eine andere Art und Weise aneignen könnte. Wer seine Entscheidungen überstürzt, bereut diese häufig. Diejenigen jedoch, die sich bewusst und geplant für ein Fernstudium entscheiden, sind damit sehr glücklich.









