10 Gebote für den Umgang mit Konflikten

Als Rechtsanwältin und Mediatorin kennt sich Dr. Sabine Wolff mit Konflikten aus. Sie berät und trainiert Führungskräfte, Gesellschafter, Abteilungen und Teams im professionellen Umgang mit Konflikten.

Rechtsanwältin und Mediatorin Dr. Sabine Wolff. Bild: Susanne Schanz
Rechtsanwältin und Mediatorin Dr. Sabine Wolff. Bild: Susanne Schanz

Bild: Mr. Nico/photocase.de

1. Stellen Sie sich dem Konflikt

Nimmt ein Mensch eine Extramsituation wahr, reagiert er instinktiv mit Flucht. Aber im Beruf haben wir es selten mit Säbelzahntigern zu tun. Flucht ist bei Konflikten keine Lösung, sondern sie verstärkt oft nur das Problem. Meist ist es besser, sich unangenehmen Situation und den Beteiligten zu stellen – wer sich im Haifischbecken wähnt, nimmt dabei eine Konfliktmoderatorin zu Hilfe.

2. Werfen Sie Erwartungen über Bord

Manchmal gibt es keine Lösung für einen Konflikt – nicht gerade jetzt, nicht für alle Beteiligten, manchmal überhaupt nicht. Erlauben Sie sich den Gedanken, dass Sie nicht jeden Konflikt lösen müssen.

3. Entdecken Sie Ihren Stil

Wie reagieren Sie auf Konflikte: Mit dem Fluchtinstinkt? Oder wollen Sie mit dem Kopf durch jede Wand? Oder sind Sie die Königin der Kompromisse? Wenn Sie Ihren Konfliktstil erkennen, verstehen Sie Ihr Verhalten in Konfliktsituationen besser und können bewusst an einer Lösung arbeiten.

4. Horchen Sie auf Ihr Frühwarnsystem

Aus Meinungsverschiedenheiten und Störungen entwickeln sich handfeste Konflikte. Sprechen Sie Spannungen deshalb so früh wie möglich an. Schärfen Sie Ihre Sinne für potenzielle Konfliktherde in ihrem Umfeld. Achten Sie auch auf verdeckte Anzeichen, etwa in der Körperhaltung oder dem Tonfall Ihres Gegenübers.

5. Betrachten Sie sich als Managerin

Ein Konflikt ist im Grunde wie ein Projekt. Machen Sie sich ein Bild über den Konflikt und die Beteiligten. Analysieren Sie, wo, wann und wie er entstanden ist, wie er bisher verlaufen ist, welche Konfliktstile die anderen haben. So schaffen Sie eine professionelle Basis für eine Lösung.

6. Bleiben Sie im Gespräch

„Wir müssen mal reden“ – an diesen Punkt kommt man oft dadurch, dass das vorher keine Seite getan hat. Kommunizieren Sie besonders in schwierigen Situationen offen und wertschätzend. Versichern Sie sich, dass das Gesagte auch so ankommt, wie es gemeint war. Seien Sie offen für Kritik. Egal von welcher Hierarchiestufe sie kommt.

7. Üben Sie mit dem Gaspedal

Sie können lernen, den Verlauf eines Konflikts zu steuern – durch Ihr Gesprächsverhalten. Insbesondere die Dynamik lässt sich beeinflussen. Bleiben Sie sachlich, wenn Sie vorankommen wollen. Sparen Sie sich persönliche Attacken – es sei denn, sie wollen eine schwierige Gesprächssituation schnell eskalieren lassen.

8. Machen Sie keine faulen Kompromisse

„Jeder gibt nach, wir treffen uns in der Mitte.“ Das ist leider nur auf den ersten Blick eine gute und gerechte Lösung. Eigentlich hat jeder verloren, der Konflikt schwelt weiter und kommt bei nächster Gelegenheit wieder auf den Tisch – womöglich heftiger als je zuvor. Ergründen Sie lieber die Konfliktursachen und die Interessenlage der Beteiligten.

9. Feiern Sie positive Folgen

Streit kostet Zeit und Nerven. Konflikte haben aber auch eine positive Seite, und die gilt es zu fördern. Wenn Sie Unangenehmes offen angehen, stärken Sie Ihre Konfliktkompetenz ebenso wie die der anderen Beteiligten. Das steigert Ihr Selbstbewusstsein – und verbessert Arbeitsatmosphäre und Teamgeist.

10. Wechseln Sie die Perspektive

Sie haben sich festgefahren? Betrachten Sie die Situation doch einmal aus der Vogelperspektive. Aus der Ferne können Sie Zusammenhänge erkennen oder Details anders bewerten. Und hängen Sie nicht an der Vergangenheit: Was geschehen ist, lässt sich nicht mehr ändern. Verwenden Sie Ihre Energie lieber auf eine Lösung für die Zukunft.

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