Vorsorge: Versicherungen

Das Leben an sich ist ein Risiko. Gerne versuchen wir uns gegen Feuer, Hagel, Sturm abzusichern, doch die wirklichen Basics sind nach wie vor eine Haftpflicht- und eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Das gilt für alle, doch vor allem für junge Berufstätige lohnt sich der Abschluss möglichst früh, damit die Beiträge im Rahmen bleiben.

Aus Schaden wird man klug… besser nicht!

Der Gesetzgeber schreibt es vor: Wer andere schädigt, hat für die Folgen geradezustehen. Das kann sich auf 1.000 Euro belaufen, wie der Schaden durch ein umkippendes Fahrrad , das eine Beule ins parkende Auto macht, schnell aber auch Hunderttausende, wenn zum Beispiel ein Verdienstausfall bei einem Unfallopfer bezahlt werden muss.

Im Schadensfall tritt hier die private Haftpflichtversicherung ein, deren Abschluss auch von den Verbraucherberatungen dringend empfohlen wird. Als ideal sehen die eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro an. Selbst eine sehr gute bis gut Haftpflichtversicherung ist nicht teuer: Bereits ab 40 Euro im Jahr lässt sich eine Versicherung abschließen. Genauer informieren über die Vertragsgestaltung und die Regulierungspolitik können Sie sich in den Heften der Stiftung Finanztest.

Günstiger wird es mit einer (kleinen) Eigenbeteiligung, bei der Sie zum Beispiel Bagatellschäden selbst übernehmen. Teurer wiederum wird es mit der Ergänzung um eine Forderungsausfalldeckung. Dann übernimmt die eigene Versicherung Schäden, die einem selbst zugefügt wurden, für die die Gegenseite trotz vollstreckbaren Titels nicht aufkommen kann.

Die BU: ungeliebt, aber notwendig

Wer nach dem 1. Januar 1961 geboren wurde, darf von Seiten des Gesetzgebers nicht mehr viel erwarten, sollte er einmal berufsunfähig werden. Nur wer aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls weniger als drei Stunden arbeiten kann, bekommt die volle Erwerbsminderungsrente. Wer zwischen drei bis sechs Stunden arbeiten könnte, nur die Hälfte. Dabei wird nicht berücksichtigt, welchen Beruf ein Arbeitnehmer vorher ausgeübt hat, sondern ob er überhaupt noch erwerbstätig sein könnte. Doch selbst die volle Erwerbsminderungsrente reicht nicht für einen angemessenen Lebensstandard nicht aus, geschweige denn für den Aufbau der Altersvorsorge. Berufseinsteiger erhalten die Leistungen sowieso erst nach eine Berufstätigkeit von 60 Monaten.

Es bleibt also nichts anderes übrig, als von privater Seite für den Fall der Fälle vorzusorgen. Angebote gibt es viele und hier die Spreu vom Weizen zu trennen, fällt dem Laien nicht leicht. Sie können sich an einen unabhängigen Versicherungsberater wenden oder an einen Versicherungsmakler Ihres Vertrauens. Doch sollten Sie sich vorab selbst informieren, damit Sie (fast) auf Augenhöhe nachfragen können. Empfehlenswert ist die Lektüre der „Finanztest“, die auch ein Sonderheft zum Thema Berufsunfähigkeitsversicherung herausgebracht hat.

Achten müssen Sie vor allem auf folgendes:

  • Verzicht auf abstrakte Verweisung: Sie dürfen vom Versicherer nicht auf einen anderen Beruf „verwiesen“ werden.
  • Rückwirkende Zahlung der Rente: Auch bei einer verspäteten Meldung bis zu drei Jahre nach Beginn der Berufsunfähigkeit, sollte die BU-Rente gezahlt rückwirkend gezahlt werden.
  • Nachversicherungsgarantie: Erhöhung des Versicherungsschutzes ohne erneute Gesundheitsprüfung bei Änderungen wie Heirat, Kinder etc.
  • Abschluss der Versicherung bis 65 Jahre: Oft sind die letzten fünf bis zehn Jahre vor 65 besonders teuer, also ist es verlockend, sich nur bis 60 Jahre abzusichern. Empfehlenswert ist das nicht.

Sie haben sich also entschlossen, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Nachdem Sie mehrere Versicherungen in die engere Wahl genommen haben, geht es darum Probeanträge zu stellen. Das ist wichtig, damit Sie von den Gesellschaften nicht den Vermerk “Wurde schon einmal abgelehnt” bekommen. Sie werden nun aufgefordert, Gesundheitsfragen zu beantworten und Ihre Erkrankungen der letzten Jahre genau aufzuschreiben.

Lügen verboten

Bei den Angaben zu Ihrem Gesundheitszustand müssen Sie wahrheitsgemäß antworten, schreiben Sie also lieber eine Angabe zuviel auf als dass Sie hinterher etwas vergessen haben. Sollte der Versicherer nämlich dahinter kommen, dass Ihre Angaben nicht korrekt sind, kann er den Vertrag kündigen.

Nach Abgabe des Antrags samt der Unterlagen zur Gesundheit, macht Ihnen die Gesellschaft ein Angebot. Will sie bestimmte Risiken nicht versichern, also zum Beispiel Ihr Knie ausschließen, da Sie dort schon einmal eine Operation hatten, müssen Sie überlegen. Sie können weiterhin versuchen, ob ein anderes Unternehmen bessere Bedingungen bietet. Manchmal erhöht sich auch der Beitrag. Oder Sie beißen in den sauren Apfel und gehen das Risiko mit dem Ausschluss ein.

Kapitalbildend oder nicht?

Die BU wird oft in Kombination mit einer Lebensversicherung angeboten. Bei einer Risikolebensversicherung ist das eine sinnvolle Kombination und meistens günstiger als der Abschluss beider Versicherungen einzeln. Die Kombination von Kapitallebensversicherung und BU ist allerdings nicht zu empfehlen, da hier Risikoabsicherung mit Vermögensbildung kombiniert wird. Davon raten Verbraucherberater ab.

Höhe der BU-Rente

Gerne möchte man wenigstens den aktuellen Nettolohn absichern. Die wenigsten Versicherungen machen das allerdings. Für sie ist oftmals bei 60 bis 70 Prozent des aktuellen Nettos Schicht. Deshalb ist es für Sie besonders wichtig, dass Sie eine Dynamik vereinbaren und eine so genannte Nachversicherungsgarantie enthalten ist. So können Sie bei besonderen Anlässen wie Heirat, Kinder, Selbständigkeit Ihre Versicherung ohne eine erneute Gesundheitsprüfung erhöhen.

 

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