
Susanne Amar hat über viele Jahren ihren Sohn begleitet und erlebt, wie sehr die Art der Kommunikation darüber entscheidet, ob Ehrenamtliche, Eltern und Vereine an einem Strang ziehen oder aneinander geraten. Heute verbindet sie diese Erfahrung mit ihrer Arbeit als systemischer Coach und Mediatorin. Als Referentin, Podcasterin, Coach und Bloggerin unterstützt sie Vereine dabei, Elternarbeit konstruktiv zu gestalten und Konflikte frühzeitig zu entschärfen. Ihr Ziel ist klar: mehr Verständnis, mehr Klarheit, mehr Zusammenarbeit im Kinder- und Jugendfußball. In dieser »Mittagspause am Mittwoch« spricht sie über ihren Arbeitsalltag zwischen Workshop und Projektentwicklung und über kleine Impulse mit großer Wirkung.
→ STARTER

Hallo Susanne, was isst du heute zu Mittag?
Bagel mit Avocado, Frischkäse und Rührei.
Wo und mit wem isst du meistens zu Mittag?
Meist alleine, auf dem Foto zusammen mit dir, liebe Jana :-).
Vegetarisch, vegan oder Fleisch?
vegetarisch
Latte oder Grüner Tee?
Grüner Tee
Ausgehen oder selber kochen?
selber kochen
Ich verbinde mein Erfahrungswissen als Fußballer-Mama mit meinem Fachwissen als systemischer Coach und Mediator, um der Elternarbeit und -kommunikation eine Sichtbarkeit zu geben und zu zeigen, dass bereits mit kleinen Impulsen viel bewegt werden kann.
Susanne Amar
→ HAUPTGANG
Erzähl uns doch ein wenig von dir, was machst du so?
Ich bin Kommunikationsexpertin im Kinder- und Jugendfußball, Referentin, Coach, Podcasterin und Bloggerin.
Mir ist Karriere nicht wichtig. Mir ist wichtig, etwas zu bewegen, zu verändern, ja vielleicht auch zu verbessern.
Susanne Amar
Und wie bist du dorthin gekommen? Gab es wichtige Scheidewege, verbindende Werte oder Entscheidungen?
Ich habe mehr als 13 Jahre unseren Sohn in seiner Fußballwelt begleitet und festgestellt, dass eine wertvolle und informative Zusammenarbeit zwischen Eltern und Verein das Leben für ALLE entspannter macht. Das war für mich der Impuls, mein Erfahrungswissen mit meinem Fachwissen als systemischer Coach und Mediator zu verbinden, um der Elternarbeit und -kommunikation eine Sichtbarkeit zu geben und zu zeigen, dass bereits mit kleinen Impulsen viel bewegt werden kann.
Nimm uns doch einmal mit: Wie sieht ein normaler Arbeitstag für dich aus?
Wenn ich nicht unterwegs bin, dann sitze ich am Schreibtisch, schreibe das Script für meinen nächsten Podcast oder Blogartikel, führe Erstgespräche mit Auftraggeber:innen, bereite Workshops oder Impulsvorträge vor. Aktuell entwickle ich mit meinem Kollegen Gerd Thomas eine Plattform, auf denen Vereine alles rund ums Thema Ehrenamt finden werden. Dazu tauschen wir uns regelmäßig aus, schauen, wer uns aus unserem Netzwerk unterstützen kann, erstellen einen Projektplan mit Veranstaltungen und Fortbildungen für 2026. Mein Arbeitstag ist fast jeden Tag ein wenig anders und macht mir jeden Tag super viel Spaß :-).
Dort, wo du jetzt bist: Wie wichtig ist dir eine Karriere?
Mir ist Karriere nicht wichtig. Mir ist wichtig, etwas zu bewegen, zu verändern, ja vielleicht auch zu verbessern. Ich freue mich, wenn ich das Feedback eines Vereins erhalte, der mir schreibt, dass die Elternarbeit nun für sie leichter geworden ist, weil sie meinen Handlungsempfehlungen gefolgt sind.
Was hättest du aus heutiger Sicht gern früher über dein Business gewusst?
Dass online nicht mein Weg ist – als ad on ja, um eine große Gruppe zu erreichen, aber nicht als ausschließliches Arbeitstool. Ich liebe Präsenz und den persönlichen, direkten Kontakt mit meinen Teilnehmenden.
Einfach machen und nicht warten, bis es perfekt ist. Denn das wird es eh nicht …
Susanne Amar
→ DESSERT
Und was machst du zum Ausgleich?
Ich liebe es, mich zu bewegen, sei es auf Spaziergängen mit unseren beiden Hunden oder beim Wandern oder Laufen. Ich mache Yoga, sitze regelmäßig auf meiner Rudermaschine und reise sehr gerne. Gleichzeitig brauche ich auch die Stille, liebe es im Wald zu sein und gehe ein bis zweimal im Jahr für drei Tage ins Kloster zu einem Achtsamkeitsseminar.
Welchen Job würdest du gern einmal für einen Tag vertesten?
Den Job des DFB-Präsidenten Bernd Neuendorf, um den DFB zu verstehen und den Amateurfußball zu stärken. Denn ich verstehe viele Vorgänge dort überhaupt nicht …
Dein Lieblingspodcast?
Ein Buch, das dich in letzter Zeit beeindruckt hat oder das du unbedingt noch lesen möchtest?
Chimamanda Ngozi Adichie: »Dream Count«
Verrätst du uns deinen persönlichen Kraftort, an dem du dir Inspiration holst?
Ein toller Wald
Wenn du nur ein Gericht für den Rest deines Lebens essen dürftest, welches wäre es?
Reis mit Wok-Gemüse
Kannst du unseren Leser:innen einen Life- oder Workhack empfehlen?
Einfach machen und nicht warten, bis es perfekt ist. Denn das wird es eh nicht …
Hast du ein Guilty Pleasure, mit dem du dir den Arbeitstag oder den Feierabend versüßt?
Mir mit einer Tüte Chips und einem tollen Film einen gemütlichen Abend machen (leider zu selten :-))
→ Vielen Dank, liebe Susanne!
In der Rubrik »Mittagspause am Mittwoch« stellen wir regelmäßig Frauen – und auch Männer – vor, die uns inspirieren. Anlass für das Gespräch ist die Mittagspause, die Frau ja sowieso nie allein verbringen sollte ;-) Unser Gast leistet uns also (virtuell) Gesellschaft beim #neverlunchalone.










